Earl Grey Cookies: Shortbread mit echter Bergamotte
Earl Grey Cookies sind mürbe Butterkekse, in deren Teig fein gemahlener Earl Grey eingearbeitet wird. Die Bergamotte im Tee gibt dem Gebäck eine zitrusartige, leicht parfümierte Note, die man aus keinem Aroma-Fläschchen bekommt. Der Teig braucht 15 Minuten Arbeit, eine Stunde Kühlzeit und 16 Minuten im Ofen — und es ist eines der wenigen Rezepte, bei denen guter Tee den Unterschied tatsächlich schmeckbar macht.
Zutaten für ca. 30 Kekse
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 70 g Puderzucker
- 200 g Butter, kalt und in Würfeln
- 8 g Earl Grey, fein gemahlen (ca. 3 gehäufte Teelöffel)
- 1 Prise Salz
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone (optional)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Tee mahlen. Den Earl Grey in einer Gewürz- oder Kaffeemühle staubfein mahlen. Wer keine Mühle hat, nimmt einen Mörser und siebt anschließend die groben Stücke ab.
- Trockene Zutaten mischen. Mehl, Puderzucker, gemahlenen Tee, Salz und Zitronenabrieb in einer Schüssel verrühren.
- Butter einarbeiten. Die kalte Butter in Würfeln zugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten. Nicht lange kneten, sonst wird der Keks zäh statt mürbe.
- Kühlen. Den Teig zu einer Rolle von etwa 5 cm Durchmesser formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
- Backen. Die Rolle in 1 cm dicke Scheiben schneiden, mit 2 cm Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und bei 165 Grad Ober-/Unterhitze 15 bis 18 Minuten backen. Nur die Ränder dürfen hellgolden werden.
- Auskühlen lassen. Die Kekse kommen weich aus dem Ofen und werden erst auf dem Blech fest. Wer sie zu früh bewegt, hat Bruch.
Der Schritt, an dem das Rezept steht und fällt
Der Tee muss wirklich fein gemahlen sein. Ganze oder halbe Blattstücke quellen im Teig nicht auf, sie bleiben trocken und schmecken im fertigen Keks strohig bis bitter. Fein gemahlen verteilt sich das Bergamottearoma dagegen gleichmäßig im Fett der Butter — und Fett ist der beste Aromaträger, den ein Teig zu bieten hat.
Zweiter Punkt: kalte Butter. Shortbread lebt davon, dass die Butter im Teig in kleinen Stücken bleibt und erst im Ofen schmilzt. Weiche Butter ergibt einen kompakten, harten Keks.
Welcher Earl Grey eignet sich zum Backen?
Zum Backen braucht es einen Tee mit kräftiger Bergamotte, weil sich das Aroma gegen 200 g Butter durchsetzen muss. Ein milder Earl Grey verschwindet im Teig.
- Earl Grey Excelsior — unsere Empfehlung fürs Backen. Deutliche Bergamotte, kräftige Basis, bei uns der meistgekaufte Earl Grey.
- Earl Grey English Blue Flower — milder im Geschmack, dafür mit blauen Kornblumenblüten. Die sieht man im aufgeschnittenen Keks, was optisch deutlich mehr hermacht.
- Earl Grey Darjeeling (Bio) — feiner, floraler Charakter für alle, die es weniger klassisch mögen.
Ein Tipp aus der Praxis: Für ein Blech Kekse brauchst du 8 Gramm Tee. Das ist der Moment, in dem loser Tee gegenüber Beuteln gewinnt — du dosierst genau, was du brauchst, und der Rest bleibt Tee. Unser komplettes Sortiment findest du unter Schwarzer Tee, aromatisiert.
Zwei Varianten
Mit Zitronenglasur. 100 g Puderzucker mit 1,5 EL Zitronensaft glattrühren und die ausgekühlten Kekse damit überziehen. Die Säure hebt die Bergamotte deutlich hervor.
Mit weißer Schokolade. 100 g weiße Kuvertüre schmelzen, die Kekse zur Hälfte eintauchen. Die Süße der weißen Schokolade und die Zitrusnote der Bergamotte sind eine sehr verlässliche Kombination.
Häufige Fehler
- Kekse schmecken bitter — Tee zu grob gemahlen oder zu lange gebacken.
- Teig bröselt beim Schneiden — zu kalt geschnitten, 10 Minuten antauen lassen.
- Kekse zerlaufen im Ofen — Butter war zu warm oder die Kühlzeit zu kurz.
- Kein Teearoma schmeckbar — zu wenig Tee oder ein zu milder Earl Grey.
Was passt dazu?
Naheliegend, aber richtig: eine Tasse Earl Grey. Wer die Bergamotte nicht doppelt haben möchte, nimmt einen kräftigen Assam oder Ceylon — deren Malzigkeit steht gut neben dem Butteraroma.
Häufige Fragen
Kann ich Teebeutel verwenden?
Ja. Der Inhalt von etwa vier Beuteln entspricht 8 Gramm. Der Tee darin ist allerdings meist schon sehr fein gebrochen und aromatisch schwächer, weil er länger offen lag — der Keks wird dadurch milder.
Wie lange halten die Kekse?
In einer gut schließenden Dose etwa zwei Wochen. Sie werden dabei nicht schlechter, im Gegenteil: Nach ein bis zwei Tagen ist das Teearoma gleichmäßiger im Keks verteilt.
Kann ich den Teig einfrieren?
Ja, als Rolle bis zu drei Monate. Gefroren antauen lassen, bis sich Scheiben schneiden lassen, dann mit zwei Minuten längerer Backzeit rechnen.
Geht das auch mit grünem Tee?
Matcha ja, Sencha eher nicht. Matcha ist bereits zu Pulver vermahlen und verteilt sich perfekt. Grobblättriger Grüntee wird im Teig trocken und leicht grasig.